Covid19 – ein halbes Jahr im Wahnsinn gefangen

 

Als vor über einem halben Jahr der Covid19 Wahnsinn begann waren viele Menschen noch der Meinung, dass wir das alles sehr schnell in den Griff bekommen werden. Die Stimmung veränderte sich in den Monaten und nun ist selbst dem letzten Optimisten klar, dass wir noch einige Zeit mit auferlegten Wahnsinn leben werden müssen. Ob es natürlich in diesem Ausmaß sein muss, dass darf jeder für sich beantworten. Meine Meinung dazu ist nicht wirklich wichtig auch wenn ich sie ein wenig erläutern möchte, da ich oft danach gefragt werde.

Unsere Glaubenssätze, Überzeugungen, Wertevorstellungen, der gesunde Hausverstand und das Vertrauen in bestimmte Berufsgruppen werden in Zeiten wie diesen ganz besonder gefordert und auf einen bislang unbekannten Prüfstand gestellt. Ich habe Politikern nie wirklich vertraut und geglaubt, weil sie uns das sagen, was wir hören wollen (ausgenommen die letzten Monate) und generell bin ich jemand, der alles hinterfragt und nicht leichtfertig alles glaubt.

Ich verfolge neben dem NDR Coronavirus-Update mit Dr. Drosten den MDR Podcast mit Prof. Kelulé sowie die Pressekonferenzen und offiziellen Videos der WHO als offiziellen Background aber auch alternative Diskussionen wie Markus Lanz (zb. Streeck über Corona-Entwicklungen)  oder ServusTV mit ua. dem Corona-Quartett.  Meine bewusst sehr gemischte Youtube-Playliste umfasst aktuell rund 700 Videos. Zum Thema Covid19 habe ich an die 1000 Videos gesehen (bis hin zu absurden Behauptungen und Verschwörungstheorien). Normales Fernsehen wird für mich überbewertet. Ich kann behaupten, dass ich mir alle Seiten und Meinungen anhöre und ansehe. Eine Meinung braucht Vielfalt – ebenso wie eine Demokratie!

In den letzten Monaten hat sich eine „Wirklichkeit“ entwickelt, die es uns immer schwerer macht den „richtigen“ Weg zu erkennen und subjektive Warheiten überrennen uns beinahe täglich. Die Mainstream Medien übernehmen den Einheitsbrei der Politik und es wird kein Abweichen toleriert sondern gleich an den Pranger gestellt, gelöscht oder sonst wie Mundtot gemacht. „Alternative Medien“ die auch kritische Fragen stellen werden ebenso wie anders denkende Menschen gleich ins Covididioteneck gestellt. So funktioniert unsere Welt aktuell – es ist der Spiegel der Vielfalt, der uns vorgehalten wird, den wir jedoch nicht unser eigenen nennen dürfen.

Ich bin kein Mediziner und trotz hunderter Videos, Fernsehdiskussionen und Berichte aus verschiedensten Blickwinkeln kann ich nicht schlüssig behaupten genug zu wissen um eine alle Faktoren berücksichtigende Meinung dazu zu haben. Doch was ich sagen kann ist, dass die extreme Trennung zwischen Ja und Nein gewaltig ist. Ärzte stellen eine zentrale Gruppe von Meinungsbildnern dar und die Politik beruft sich weitgehend auf deren Expertise – umstritten oder nicht sei hier einmal dahin gestellt. Langsam wird allen jedoch auch klar, dass nur Medizin alleine kein guter Ratgeber ist.

Als im Sommer immer mehr kritische Ärzte auftauchten, die ihre teilweise „eigenartigen“ Ansichten vertraten wurde mir klar, dass es immer schwieriger werden wird zwischen richtig und falsch zu unterscheiden. Neben Dr. Sucharit Bhakdi war es vor allem Dr. Bodo Schiffmann der Schwindelambulanz Sinsheim, der sehr kräftig ins Verschwörerhorn blies. Während Erstgenannter noch relativ zurückhaltend argumentiert hat Letzterer massiv gegen RKI und Co gewettert und tut es nach wie vor. Fraglich wie lange er noch Arzt ist nachdem bereits einigen anderen Ärzten die Berufslizenz entzogen wurde (zb.: Dr. Eifler).

Beispiel für die verfahrene Situation in der wir stecken – liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen? Rettet uns nur die Abkehr von Medien und News?
Artikel: Tote Kinder wegen Maske? Polizei warnt vor Fake News
Video: 13 jährige stirbt an Maske? Bei Google wirst Du es nicht erfahren!

Jetzt steht der Herbst vor der Türe und mit ihm auch die Grippezeit, der Husten und Schnupfen. Was kommt jetzt auf uns zu? Noch mehr Reisewarnungen und Beschränkungen, die unsere Wirtschaft und unsere Gesellschaft negativ beeinflussen? (Video: Talk im Hangar-7 – Pleiten, Stornos, Kurzarbeit: Was rettet die Wirtschaft?) Werden wir zur generellen Maskenpflicht verdonnert und kommt der partielle Lockdown?

Wir haben zwar eine Pandemie (wenn auch mit der neuen Definition der WHO und nicht wie bisher in verschiedenen Stufen), die weltweit die Probleme der Gesundheitssysteme offen legt, doch wir haben keinen Killervirus wie zb. die Spanische Grippe. Alleine die Unterschiede innerhalb der EU macht deutlich, wie groß die Probleme in den Gesundheitssystemen sind. Ein Schutz der vulnerablen Gruppen muss oberste Priorität haben (Schweden hat dies zu Beginn der Pandemie verschlafen und deshalb viele Tote in diesem Bereich zu beklagen). Die Probleme mit dem Gessundheitssystem sehen wir natürlich in den schlecht entwickelten Ländern umso mehr – wenn auch die bestätigten Zahlen da nicht wirklich aussagekräftig sind allein wegen der fehlenden Tests und dem Systemkollaps generell (Südamerika, Indien, Afrika).
Ein ständiger Vergleich und eine Panikmache mit diesen Zahlen ist bei uns jedoch überhaupt nicht angebracht. Selbst innerhalb Europas scheitern wir an einer einheitlichen Vorgehensweise und damit verbundenen regionalen „Entgleisungen“ indem wir einander mit Reisewarnungen das Leben schwer machen. Wir taumeln wie betrunken durch diese Krise! Noch immer wird mit Panik Politik gemacht und noch immer fehlt ein realistisches Ausstiegsszenario, das vehement von einigen Experten gefordert wird. Es gibt jedoch auch eine Chance – nämlich eine Revolution durch Covid19 und eine Veränderung in vielen Bereichen (Corona – Exit als Chance zur Revolution?).

Was ist zu tun?
Ich denke wir müssen nach wie vor ruhig und besonnen bleiben. Was im privaten Bereich einfach ist wird natürlich im Geschäftsleben oft sehr schwierig. Vorgaben der Politik machen ein wirtschaftliches arbeiten oft unmöglich oder zumindest sinnlos. Wer gesundheitlich angeschlagen ist und schwerwiegende Vorerkrankungen hat sollte sich besonders schützen – und diese Bevölkerungsgruppe weiß ja meinst um die Risiken. Abstand halten ist für mich ein wesentlicher Teil und auch kein Problem, da ich viele Aktivitäten nicht mehr brauche (Party, Disco usw). Maske dort wo es sein muss und ich kann ja auch ausweichen (Einkaufen beim Bauernladen statt beim Diskonter ums Eck wo ich Maske tragen muss und wo sich viele Menschen tummeln). Handhygiene ist ja selbstverständlich und war es auch vorher schon wichtig – so wie der Abstand zu (offensichtlich) kranken Mitmenschen in zb. der Grippezeit. Ob die Maskenpflicht auch im Freien eine Lösung ist wage ich zu bezweifeln – es wird nur die Menschen davon abhalten sich draußen an der frischen Luft aufzuhalten. Der lang angekündigte 2. Welle inkl. Lockdown wird in irgend einer Form kommen, denn die Grippesaison kommt ja erst im Herbst und mit ihr die Probleme. Spaßig wird es definitiv nicht werden!

Wir haben „nur“ ein weiteres Gesundheitsrisiko – das ist jetzt meine Meinung.
Wir sollten diese Krise zur Veränderung nutzen und in allen Bereichen beginnen neue Wege zu gehen. So wie bisher kann und darf es nicht weiter gehen! Weder moralisch, wirtschaftlich- und gesellschaftlich. 2020 könnte ein Neubeginn sein – schade nur, dass die Gier nach Geld und Macht dies verhindern wird.

Statistiken COVID  Österreich
AGES: Epidemiologische Abklärung Covid 19
Letalitätsrate beim Coronavirus (COVID-19) in den am stärksten betroffenen Ländern
Statistiken und Zahlen zur Corona-Pandemie 2019/20
Anzahl der Sterbefälle in Deutschland von Juni 2019 bis Juni 2020
Veränderung der Zahl der Sterbefälle in Deutschland gegenüber dem Vorjahresmonat von Juni 2019 bis Juni 2020
Letalitätsrate ausgewählter Virusausbrüche im Zeitraum von 1967 bis 2020

Bemerkenswert – Rechtsanwaltskammer für Kärnten: Initiative für Grund- und Freiheitsrechte 

Ein Beispiel, dass veranschaulicht, wie unterschiedlich wir mit Nachrichten „gefüttert“ werden.
Bleibt wachsam und aufmerksam – die wohl wichtigste Regel in diesen Zeiten!