Der schwarze Schwan – Coronavirus COVID19 und die Wirtschaft

 

*Als Schwarzer Schwan wird ein unvorhergesehenes Ereignis bezeichnet, welches wirtschaftlichen Entwicklungen eine entscheidende Wende gibt.

Wir befinden uns mitten, oder realistisch gesagt erst am Anfang einer weltweiten Krise. Dank COVID19 sind die Auswirkungen der Globalisierung selbst für den alles in rosarot sehenden Menschen erkennbar. Wenn in China alles steht, dann werden bei uns die Medikamente knapp und auch das neue technische Gerät wird zur Wunschvorstellung. Dank unserer „Geiz is geil“ Mentalität und dem Auslagern sämtlicher Fertigungen nach Fernost haben wir jetzt bald nicht mal mehr eine Suppe, die wir auslöffeln können. Wie immer mit einem gewissen Augenzwinkern.

Ein Finanz-Tsunami jagt über die Weltkugel und als erstes zeigen sich die Börsen sehr „windanfällig“. Kurseinbrüche wohin wir blicken. Bloomberg gibt täglich Tipps auf was in der Krise gewettet werden soll, denn es geht ja letztlich nur darum Geld zu scheffeln; egal auf wessen Kosten. Derivate werden durch ein großes Beben erschüttert. Fake- und Luftgeschäfte fallen wie das Kartenhaus in sich zusammen. Kursverluste an den Aktienmärkten in Höhe von 30 bis 40 Prozent und eine Rezession werden nicht mehr ausgeschlossen.

Wegen des Coronavirus ist der Aktienkurs an der New Yorker Börse zu Handelsbeginn am Montag (Stand 09.03.2020) um 7,2 Prozent eingebrochen. Neben der Coronavirus-Ausbreitung ist auch der Ölpreis-Rückgang für die niedrigen Aktienkurse mitverantwortlich. Kurzfristig wurde sogar der Handel ausgesetzt.

(Stand 25.02.2020 – für Deutschland)
Derzeit sind die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft sehr schwer abzuschätzen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat in Folge des Corona-Ausbruchs seine Prognose für die Weltwirtschaft um 0,1 Prozentpunkte nach unten revidiert. Der IWF geht nunmehr von einen Weltwirtschaftswachstum von 3,2 Prozent im laufenden Jahr aus. Bei Ausbreitung der Epidemie auf andere Länder Asiens rechnen die Ökonomen von Oxford Economics mit einem um 0,5 Prozentpunkte geringeren globalen Wachstum, bei einer globalen Ausbreitung der Epidemie mit einer Wachstumsreduktion von 1,3 Prozentpunkten. (Quelle: www.bmwi.de)

Die wirtschaftlichen Auswirkungen sehen wir bereits jetzt in der frühen Phase.
Kreuzfahrtschiffe stehen still, Fluglinien haben große Probleme (zb. meldet die AUA 7000 Mitarbeiter zur Kurzarbeit an), Hotels und Lokale schließen, Veranstaltungen werden abgesagt oder finden ohne Zuschauer statt. Tourismus, Industrie ….. es trifft alle – wohl ohne Ausnahme.

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